Dr. Gasch Kriminalpsychologin
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Publikationen

COP-Shock – vom psychischen Erleben und Überleben deutscher Polizisten

Juli 2006/in Publikationen /von Neckarmedia

Fachzeitschrift Kriminalistik – Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis, Heft 4/2006, S. 254 – 260.

„Polizisten wurde zu jeder Zeit extern und intern viel zugemutet. Ist eigentlich klar, wie viel Sprengstoff sich hier angesammelt hat?“

(Zitat eines Untersuchungsteilnehmers, 2000)

Abstract:

Dieses Zitat könnte auch aus dem Munde eines Polizeibeamten stammen, der in New Orleans seinen Dienst während der großen Hurrikan-Katastrophe im Sommer 2005 ausübte. Wie wir wissen, endete für einige der dortigen Beamten der Einsatz tödlich – nicht selten durch Suizid als Ausdruck, die Grenze der persönlichen Belastbarkeit überschritten zu haben. Wie aktuell dieses Thema auch im europäischen Bereich ist, zeigte die Resonanz auf die Vorstellung der zu diesem Phänomen bislang umfangreichsten, systematischen Studie im deutschsprachigen Raum auf den Internationalen Kriseninterventionstagen ´05 an der Universität Innsbruck. Diese Studie setzt sich mit den psychischen und sozialen Folgen allgemeiner und extrem belastender dienstspezifischer Ereignisse von 528 Polizeibeamten sowie dem Einfluss ihrer strukturellen und kulturellen Einbettung in die Polizeiorganisation auseinander.

Nachfolgende Ausführungen widmen sich der Betrachtung des Polizeibeamten als Individuum im Rahmen seiner sozialen Bezüge, wozu neben Angehörigen, Freunden und Bekannten auch die Organisation zählt, in die er als Mensch und Funktionsträger eingebettet ist. Daraus resultierend, schließen sich konkrete Handlungsempfehlungen für den einzelnen Beamten, sowie der Vorschlag eines Handlungsmodells auf organisatorischer Ebene an.

/wp-content/uploads/2016/11/logo-gasch-retina_1.png 0 0 Neckarmedia /wp-content/uploads/2016/11/logo-gasch-retina_1.png Neckarmedia2006-07-21 11:48:422016-11-22 15:13:04COP-Shock – vom psychischen Erleben und Überleben deutscher Polizisten

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  • Potential sources of error when establishing the facts – recognising false memoriesAugust 2025 - 19:11

    Zusammenfassung

    Zur Aufgabe des aussagepsychologischen Sachverständigen zählt vornehmlich die Prüfung, ob eine Aussage eine Falschbehauptung darstellt, oder ob sie zwar der subjektiven Realität einer Person entspricht, objektiv aber unzutreffend und damit nicht erlebnisfundiert ist. Inzwischen unumstritten ist, dass Erinnerungen an nie stattgefundene Ereignisse unter bestimmten Umständen künstlich generiert und verstärkt werden können. Fatal ist, dass Scheinerinnerungen aus aussagepsychologischer Sicht eine mitunter sogar hohe Aussagequalität aufweisen und schwer belegbar sind, sofern sich keine Hinweise für eine erhöhte Suggestibilität des Zeugen finden und keine entsprechenden Außenkriterien bzw. Sachbeweise auszumachen sind. Als nicht unerhebliche mögliche Fehlerquellen haben sich in diesem Zusammenhang dem Ermittlungs- und Strafverfahren vorangehende und begleitende traumatherapeutische Behandlungen, aber auch der intensive tatbezogene Austausch im sozialen Nahraum oder in Selbsthilfegruppen und Internetforen sowie sonstige mediale Einflüsse, erwiesen. Im Fokus dieses Beitrags stehen die Besonderheiten einer Aussageperson sowie externer Faktoren, wie klinische Diagnosestellung und das Procedere einer Traumatherapie, im Hinblick auf das Risiko der Entstehung von Scheinerinnerungen und korrespondierende Folgen für die Einschätzung der Glaubhaftigkeit im Rahmen der aussagepsychologischen Systematik.

    Summary

    The task of the psychological expert witness is primarily to examine whether a statement is a false assertion or whether it corresponds to the subjective reality of a person but is objectively incorrect and therefore not based on experience. It is now undisputed that memories of events that never happened can be artificially generated and reinforced under suggestive circumstances. Furthermore it is fatal that, from the point of view of testimonial psychology, false memories sometimes even have a high quality of testimony and are difficult to substantiate unless there are indications of increased suggestibility on the part of the witness and no corresponding external criteria or material evidence can be identified. In this context, trauma therapy treatments preceding and accompanying the investigation and criminal proceedings, but also the intensive crime-related exchange in the social environment or in self-help groups and internet forums, as well as media influences, have proven to be not insignificant potential sources of error. This article focuses on the particularities of a witness and external factors, such as clinical diagnosis and the procedure of trauma therapy, with regard to the risk of evoking false memories and the corresponding consequences for the assessment of credibility within the framework of the psychological system of testimony.

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Kontakt: Dr. Ursula Gasch

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