Sicherheitsrelevante Vorfälle und Bedrohungsmanagement an deutschen Gerichten – eine Bestandsaufnahme

In: Report Psychologie 05/2020

https://www.researchgate.net/publication/340649286_Sicherheitsrelevante_Vorfalle_und_Bedrohungsmanagement_an_deutschen_Gerichten_-_eine_Bestandsaufnahme

Für Richter und Staatsanwälte sind sicherheitsrelevante Vorfälle an deutschen Gerichten längst keine Seltenheit mehr. Jeder einzelne Vorfall verdeutlicht das prinzipiell immer gegenwärtige Gefährdungsrisiko sowie die Notwendigkeit, strukturelle Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die individuelle Sensibilität zu erhöhen, Risiken zu bewerten und gegebenenfalls angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Dies beginnt bereits beim Aktenstudium der Juristen in Vorbereitung auf die jeweilige Verhandlung – Hinweise auf psychische Auffälligkeiten, drohenden Gesichtsverlust oder krisenhafte Lebensereignisse (z.B. im Zusammenhang mit Sorgerechtsstreit) können bereits ein Warnsignal darstellen. Dabei scheint es in der Strafgerichtsbarkeit nicht öfter zu Aggressionen und tätlichen Übergriffen zu kommen als beispielsweise in den Bereichen der Familien-, Sozial- oder Arbeitsgerichtsbarkeit. Noch fehlt ein bundeseinheitliches Lagebild zu Attacken auf Richter und Staatsanwälte im deutschen Raum.

Gaffer im digitalen Zeitalter – Kriminalpsychologische Ansätze

Beitrag im Rahmen der Arbeitsgruppensitzung

„Nutzen der Digitalisierung für medizinische (Erst)Versorgung“

des ADAC Ärztekollegiums

am 28. November 2019 in München

 

U. Gasch (2018): Gaffen 4.0: Schneller auf Youtube als im Rettungswagen

https://www.researchgate.net/publication/320504876_Gaffen_40_-_Schneller_auf_Youtube_als_im_Rettungswagen_Kriminalpsychologische_Annaherung_an_den_hasslichen_kleinen_Bruder_der_Neugier

Klerus im kriminalpsychologischen Visier: Gefährdungsanalyse als Tool im Auswahlverfahren für den kirchlichen Dienst

Beitrag auf der 16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik (DGfK) e.V.

„Aktuelle Entwicklungen in der Kriminalpsychologie/-psychiatrie“

am 30./31. Oktober 2019 in Salzburg

 

U. Gasch (2010) „Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche“:

https://www.klett-cotta.de/ausgabe/Trauma_&_Gewalt_Heft_02_Mai_2010/10697?bereich_subnavi=zusammenfassung&artikel_id=10565

MHG-Studie (2018):

https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/dossiers_2018/MHG-Studie-gesamt.pdf

 

Dynamische Gefährdungsanalyse bei Stalking – Seminar für Fachanwälte für Straf- und Familienrecht

Fortbildungsveranstaltung der Rechtsanwaltskammer Karlsruhe für Fachanwälte für Straf- und Familienrecht

am 21.Mai 2019

Veranstaltungsort: Ehrenbergsaal des Bürgerzentrums in Bruchsal

Sexualdelikte im interdisziplinären Fokus – kriminologische, juristische und psychotraumatologische Aspekte

 

Ursula Gasch und Anja Mack

In: Handbuch der Psychotraumatologie (2019)

3. Auflage (Hrsg.: Seidler,G., Freyberger, H. & Maercker, A.)

Verlag: Klett-Cotta, S. 484-518

Zwischen (kirchlichem) Anspruch und Wirklichkeit. Kriminalpsychologische Aspekte der Risikoanalyse betreffend das Auswahlverfahren für den Dienst in der katholischen Kirche

Beitrag vorgestellt im Rahmen der Südwest-Konferenz der Kirchlichen Mentoren und Ausbildungsleiter/Innen

am 16. März 2019

Veranstaltungsort: Priesterseminar St. German in Speyer

Psychotherapie vor Abschluss der Beweisaufnahme im Strafverfahren? Traumatherapie als potenzielle Fehlerquelle bei der Tatsachenfeststellung

In: Kriminalistik 12/2018 (S. 734- 738)

Es gilt als gesichert, dass sogenannte Pseudoerinnerungen an tatsächlich nie stattgefundene Ereignisse unter bestimmten Umständen künstlich generiert und verstärkt werden können. Fatal dabei ist, dass Scheinerinnerungen aus aussagepsychologischer Sicht mitunter eine hohe Aussagequalität aufweisen und nur mit hinreichender Sicherheit auszuschließen sind, sofern es keine Hinweise für eine erhöhte Suggestibilität des Zeugen und es keine suggestiven Außenkriterien gibt. Als nicht unerhebliche mögliche Fehlerquelle haben sich in diesem Zusammenhang einem Strafverfahren vorangehende  und begleitende traumatherapeutische Behandlungen erwiesen. Insofern ist ein Streit darüber entbrannt, ob es nicht besser wäre, einem mutmaßlich geschädigten Zeugen nahe zu legen, bis zum Abschluss der Beweisaufnahme auf psychotherapeutische Unterstützung zu verzichten.

Risiko Pseudoerinnerungen: Mögliche Einflüsse von Psychotherapie auf die Aussage mutmaßlich Geschädigter

Vortrag beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg / AK Opferschutz am 19. Juli 2018

Wohlmeinende Unterstützer innerhalb und außerhalb des therapeutischen Settings laufen Gefahr , zum Entstehen und zur Stabilisierung von „falschen Erinnerungen“ beizutragen, da bereits positive Rückmeldungen suggestive Wirkung entfalten können. Dies gilt es im Ermittlungs- und Strafverfahren imZusammenhang mit der Frage nach der Aussageentstehung dringend zu berücksichtigen.

Einfluss der Psychotherapie auf das Strafverfahren: Veränderung der Aussage des Opferzeugen aus gutachterlicher Sicht

Beitrag vorgestellt auf der Fachtagung: „Im Blick: Psychische Traumafolgen“
am 05.03.2018 im Rahmen des 26. Opferforum in Mainz

 

Bei der Begutachtung der Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen geht der Aussagepsychologe nach einer hypothesengeleiteten Methode vor, welche die Nullhypothese („Die Aussage ist unwahr“) erst als widerlegt erachtet, wenn überwiegende Gegengründe plausibel aufgezeigt werden können. Eine maßgebliche Rolle kommt hierbei dem menschlichen Gedächtnis zu, welches komplex, begrenzt und durchaus störanfällig ist: Erinnerungen verändern sich ständig unbewusst aufgrund neuer Eindrücke. So kommt es bei Zeugenaussagen nicht selten zu subjektiv wahren, aber objektiv unzutreffenden Darstellungen. Begleitumstände und Rahmenbedingungen von Aussageentstehung und -genese sind insofern im Rahmen der aussagepsychologischen Begutachtung von großer Bedeutung. Neben der bewussten Falschaussage spielt auch der potenzielle Einfluss suggestiver Faktoren eine beträchtliche Rolle bei der gutachterlichen Fehlerquellenanalyse. Sogenannte Pseudoerinnerungen können durch aktive Suggestion oder Autosuggestion entstehen. Gerade affektive oder kognitive Bedürfnisse, womöglich einhergehend mit einer emotional-instabilen Persönlichkeitserkrankung oder -Akzentuierung, machen Personen mitunter stark empfänglich für suggestive Einflüsse. Mahnende Stimmen aus der juristischen, kriminalistischen und rechtspsychologischen Literatur (vgl. Eschelbach 2016, Köhnken 2015, Gasch 2015, Mack 2014) weisen darauf hin, dass bereits das Strafverfahren selbst, sowie informatorische Vorgespräche und begleitende „aufdeckende Therapien“ etc. etliche Einfallstore bieten, welche zu einer Modifikation von Erinnerungen  bei der betroffenen Person führen können und dass dieses Risiko strukturell unterbewertet wird.

Psychotherapie während des Strafverfahrens(?)

Psychotherapie während des Strafverfahrens(?) – Rollen, Regeln und Spannungsfelder

Beitrag vorgestellt an der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz der LMU München am 23.01.2018

Dynamische Gefährdungsanalyse als Basis für erfolgreiches Bedrohungsmanagement bei Stalking

Beitrag vorgestellt auf der interdisziplinären Fachtagung „Stalking und Häusliche Gewalt – 10 Jahre Stalkinggesetz“

am 29.11.2017 in Freiburg

Gaffen 4.0 – Schneller auf Youtube als im Rettungswagen!

Kriminalpsychologische Annäherung an den hässlichen Bruder der Neugier
Von Dr. Ursula Gasch und Luise Weber

Fachzeitschrift Kriminalistik, Ausgabe 10/2017, S. 571 ff.