Beiträge

Das Schattenreich der Pädosexualität als Herausforderung für die grenzpolizeiliche Gefahrenabwehr – Rücküberstellung eines rückfallgefährdeten pädosexuellen Straftäters

Christian Bitzigeio, Weil am Rhein & Dr. Ursula Gasch, Tübingen

In: Die POLIZEI – Fachzeitschrift für die öffentliche Sicherheit mit Beiträgen aus der deutschen Hochschule der Polizei
Heft 10/2021, Seite 443-449

 

Im Rahmen der grenzpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung ist die Bundespolizei auch für die Übernahme von im Ausland wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verurteilten und von dort rückgeführten deutschen Staatsangehörigen zuständig. Diesem Deliktsbereich ist eine hohe Komplexität und Vielschichtigkeit immanent. Reisen diese Personen in das Bundesgebiet ein, stellt sich vor dem Hintergrund der nicht unerheblichen Rückfallquote regelmäßig die Frage des individuellen Gefahrenpotentials. Eine solide Risikoeinschätzung basiert auf der Synthese von Befunden unter anderem aus den Bereichen Psychologie, Kriminologie und Medizin. Als erstbefasste Strafverfolgungs- und Gefahrenabwehrbehörde trägt die Bundespolizei die Verantwortung, dass erforderliche Maßnahmen eingeleitet und zuständige Inlandsbehörden involviert werden. Versäumnisse können verehrende Folgen zeitigen. Aus diesem Grund ist neben soliden Rechtskenntnissen zumindest Basiswissen betreffend pädosexuelle Phänomenologie in ihren interdisziplinären Bezügen zentral.

EPHK Christian Bitzigeio: M.A., stv. Leiter Ermittlungsdienst einer Bundespolizeiinspektion, freier Kriminologe und Polizeiwissenschaftler

Dr. Ursula Gasch, Diplompsychologin und Kriminologin, Fachpsychologin für Klinische Psychologie und Psychotherapie BDP/DGPs, Forensisch-Psychologische Sachverständige, Leiterin des Instituts für Gerichts- und Kriminalpsychologie in Tübingen

Die wenigsten Täter sind pädophil – Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche

Nürtinger Zeitung vom 26. April 2019: Interview von Matthäus Klemke

Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche:

Im vierten und letzten Teil unserer Serie zum Missbrauchsskandal sprechen wir mit der Tübinger Kriminologin Ursula Gasch. Seit 2003 erstellt sie für jeden Priesteramts-Anwärter in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein psychologisches Gutachten – seit 2018 auch für die Kandidaten im Bistum Mainz. Im Interview erklärt sie, warum die Kirche anziehend auf Sexualstraftäter wirkt.

https://www.ntz.de/nachrichten/region/artikel/die-wenigsten-taeter-sind-paedophil/

Weitere Beiträge zum Thema:

https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Die-Reifepruefung-388488.html

http://dr-gasch.de/2010a-sexueller-missbrauch-in-der-katholischen-kirche-aktuelle-befunde/

https://www.researchgate.net/publication/277247867_Sexueller_Missbrauch_in_der_Katholischen_Kirche_-_Aktuelle_Befunde

https://www.researchgate.net/publication/298594241_Religiositat_und_Ordenszugehorigkeit_padosexueller_Tater_Aspekte_bei_der_kriminalpsychologischen_Betrachtung

https://www.zeit.de/2008/35/Bamberg/seite-4?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

 

Zwischen (kirchlichem) Anspruch und Wirklichkeit. Kriminalpsychologische Aspekte der Risikoanalyse betreffend das Auswahlverfahren für den Dienst in der katholischen Kirche

Beitrag vorgestellt im Rahmen der Südwest-Konferenz der Kirchlichen Mentoren und Ausbildungsleiter/Innen

am 16. März 2019

Veranstaltungsort: Priesterseminar St. German in Speyer

Amoklauf München – Angstraum Social Media: Eine Gefahr für die Innere Sicherheit?

Bayerischer Landtag am 21.07.2017

https://www.bayern.landtag.de/aktuelles/veranstaltungen/gaeste-und-begegnungen/21072017-podiumsdiskussion-amoklauf/

Meta- und Cybercrime: Quo Vadis? Grundlegende kriminalpsychologische Gedanken im Zusammenhang mit strafrechtlich relevantem Verhalten in virtuellen Welten

Buchbeitrag in: Kriminalistik: gestern – heute – morgen, Hrsg.: H. Artkämper und H. Clages. Festschrift zum 10-jährigen Bestehen der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik. Schriftenreihe der DGfK. S. 145-161