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Psychotherapie vor Abschluss der Beweisaufnahme im Strafverfahren? Traumatherapie als potenzielle Fehlerquelle bei der Tatsachenfeststellung

In: Kriminalistik 12/2018 (S. 734- 738)

Es gilt als gesichert, dass sogenannte Pseudoerinnerungen an tatsächlich nie stattgefundene Ereignisse unter bestimmten Umständen künstlich generiert und verstärkt werden können. Fatal dabei ist, dass Scheinerinnerungen aus aussagepsychologischer Sicht mitunter eine hohe Aussagequalität aufweisen und nur mit hinreichender Sicherheit auszuschließen sind, sofern es keine Hinweise für eine erhöhte Suggestibilität des Zeugen und es keine suggestiven Außenkriterien gibt. Als nicht unerhebliche mögliche Fehlerquelle haben sich in diesem Zusammenhang einem Strafverfahren vorangehende  und begleitende traumatherapeutische Behandlungen erwiesen. Insofern ist ein Streit darüber entbrannt, ob es nicht besser wäre, einem mutmaßlich geschädigten Zeugen nahe zu legen, bis zum Abschluss der Beweisaufnahme auf psychotherapeutische Unterstützung zu verzichten.

Klerikale Strukturen und rigide Sexualmoral begünstigen den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Würdenträger

Ursula Gasch im Interview mit Philipp Koebnik
02. Oktober 2018

Zum aktuellen Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche

Auch wenn die Dunkelziffer noch höher liegen dürfte – schon die offiziellen Zahlen sind erschreckend: Zwischen 1946 und 2014 sollen 1670 katholische Kleriker 3677 Minderjährige sexuell missbraucht haben. Das geht aus einer jüngst veröffentlichten Studie hervor, die ein Konsortium aus verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz erstellt hat. Demnach waren 4,4 Prozent aller Kleriker der deutschen Bistümer mutmaßliche Täter, in jedem sechsten Fall sei es zu Formen der Vergewaltigung gekommen.

https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Gasch-Klerikale-Strukturen-und-rigide-Sexualmoral-beguenstigen-sexuellen-Missbrauch-von-Kindern–388489.html

Psychotherapie während des Strafverfahrens(?)

Psychotherapie während des Strafverfahrens(?) – Rollen, Regeln und Spannungsfelder

Beitrag vorgestellt an der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz der LMU München am 23.01.2018

Sexualdelikte aus kriminologischer, psychotraumatologischer und juristischer Sicht

Buchbeitrag in: „Handbuch der Psychotraumatologie“ (2. Auflage) Hrsg.: G. Seidler, H. Freyberger, A. Maercker. Klett-Cotta Verlag

Meta- und Cybercrime: Quo Vadis? Grundlegende kriminalpsychologische Gedanken im Zusammenhang mit strafrechtlich relevantem Verhalten in virtuellen Welten

Buchbeitrag in: Kriminalistik: gestern – heute – morgen, Hrsg.: H. Artkämper und H. Clages. Festschrift zum 10-jährigen Bestehen der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik. Schriftenreihe der DGfK. S. 145-161